3 Werte, die Berkshire Hathaway besitzt – auch ohne Warren Buffett

Eine Person hält ein Schild mit einem Fragezeichen vor sein Gesicht.
Foto: Anemone123 via Pixabay

Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) ohne Warren Buffett ist für die meisten Investoren undenkbar. Da der Starinvestor mittlerweile deutlich über 90 ist, sollten wir realistisch sein. Der Abgang des Starinvestors ist eines der großen Risiken, die diese Aktie und die Chance grundsätzlich begleiten.

Trotzdem dürfte Warren Buffett auch bei diesem Thema weitsichtig agieren. Die Nachfolge befindet sich jedenfalls schon in der Planung und erste Details sickern durch. Mit Greg Abel übernimmt der Wunschkandidat des Orakels von Omaha den CEO-Posten. Seine Investment-Lieutenants Ted Weschler und Todd Combs dürften mehr Verantwortung im Bereich der börsennotierten Beteiligungen erhalten.

🙌 Was ist dir unsere Arbeit wert?

Wir bei Aktienwelt360 denken, dass gutes Investieren mit guten Informationen beginnt. Das treibt uns an, täglich neue kostenlose Artikel für dich zu veröffentlichen, die tiefer gehen als die Berichte der anderen Aktienportale dort draußen.

Leider hat gute Recherche ihren Preis. Um weiter unabhängig bleiben zu können, wenden wir uns heute an dich: Sag uns, was dir unsere Artikel wert sind! Über den folgenden Link kannst du kinderleicht einen Beitrag leisten, der uns hilft, dich weiter mit hochwertigen Inhalten zu versorgen.

TRINKGELD GEBEN

Aber unabhängig davon hat Berkshire Hathaway einige Werte, die auch ohne den Starinvestor erhalten bleiben. Sehen wir uns diese Dinge näher an, die wir durchaus als die DNA der Chance bezeichnen können.

Warren Buffett ohne Berkshire Hathaway: Die Unternehmen

Zwar hat Warren Buffett Berkshire Hathaway aufgebaut. Ein Kern dürfte jedoch quasi unzerstörbar sein: Der der verbundenen Unternehmen. Egal ob es das Eisenbahngeschäft ist oder die Energie-Sparte. Selbst GEICO und der Rückversicherer: Das sind Standbeine, die aus dem Konglomerat kaum herauszulösen sind. Gleichzeitig sind sie drei der Big 4 hinter dem Konglomerat. Also die Geschäftsbereiche, die das Orakel von Omaha selbst hervorgehoben hat.

Entscheidend ist es, ihre Bedeutung zu verstehen. Wenn wir die operativen Ergebnisse betrachten, so machen die verbundenen Unternehmen einen Großteil der Ergebnisse aus. Nicht selten rund die Hälfte in den vergangenen Jahren. Das zeigt, dass ein großer Teil an verbundenen Unternehmen einen soliden freien Cashflow und gute Ergebnisse besitzen. Es ist in gewisser Weise ein großer Teil der Zins- und Zinseszinsmaschine.

Zu den verbundenen Unternehmen gehören auch kleinere Geschäfte wie See’s Candy oder Fruit of the Loom. Alles in allem: Gute Unternehmen mit starken Wettbewerbspositionen und einer soliden Ertragskraft. Das ist ein Teil, den Warren Buffett Berkshire Hathaway mitgegeben hat und konsequent Werte generiert.

Blicken wir in das Portfolio

Zudem gilt, dass Warren Buffett bei Berkshire Hathaway einige börsennotierte Positionen aufgebaut hat, die inzwischen ikonisch sind. Meine Vermutung: Auch ein Nachfolger wird sie kaum anrühren. Dazu zähle ich das 10%ige Aktienpaket an Coca-Cola, das der Beteiligungsgesellschaft über 50 % Dividendenrendite p. a. beschert. Aber auch die Beteiligung an Apple. Selbst wenn das ca. 5,8 % sind: Das Aktienpaket am Kultkonzern aus Cupertino ist nicht nur die größte börsennotierte Beteiligung, sondern auch eines der Big 4, die das Orakel von Omaha ebenfalls hervorgehoben hat.

Andere hochqualitative Aktienpakete sind ebenfalls derart zeitlos und ikonisch, dass ich auch bei diesen mit einem beständigen Charakter rechne. Berkshire Hathaway dürfte daher auch im börsennotierten Portfolio einen zeitlosen Charme von Warren Buffett besitzen. Die Nachfolger werden mit Sicherheit auch ihre eigene Handschrift haben, möglicherweise mehr techorientiert agieren. Aber die Werte dürften aufgrund der guten Unternehmen erhalten bleiben.

Berkshire Hathaway: Im Ansatz immer Warren Buffett …?!

Zu guter Letzt glaube ich, dass das Management und die Investoren bei Berkshire Hathaway immer so wie Warren Buffett vorgehen. Das heißt: Nicht nur unternehmensorientiert, per Buy-and-Hold-Ansatz und auf Qualität bedacht. Nein, sondern, dass sie auch viele Investitionsentscheidungen ähnlich treffen werden und würden. Für die Beständigkeit des bisherigen Portfolios kann das ebenfalls wichtig sein.

Warren Buffett sagte über Ted und Todd, dass er sie aufgrund einer ähnlichen Denkweise eingestellt habe. In Gesprächen mit ihnen fand er heraus, dass beide Märkte, Unternehmen und gute Investitionen ähnlich sehen. Zudem eint sie das Interesse am Lesen und am Sichweiterbilden. Auch das zeigt, dass die zukünftigen Investoren den Ansatz ihres Lehrmeisters beibehalten dürften.

Aber womöglich auch mit neuen Elementen vermischen. Insbesondere Ted und Todd sind Investoren, die auch gerne mal im Tech-Bereich agieren. Die Chancen stehen daher nicht schlecht für mich, dass sie selbst nach Warren Buffett sein Erbe im börsennotierten Bereich sinnvoll bewahren. Aber womöglich auch neue gute Chancen durch einen anders gepolten Circle of Competence ergreifen.

15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen

Hohe Inflation, drohende Rezession, wackelnde Banken: Die Liste der Bedrohungen für den Aktienmarkt ist lang. In unsicheren Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig, Aktien finanziell gesunder Unternehmen zu halten.

Das nötige Grundwissen und das passende Handwerkszeug erhältst du in unserem exklusiven und kostenlosen Sonderbericht „15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen”.

Klicke hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway und Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Apple und Berkshire Hathaway.



Das könnte dich auch interessieren ...