Nvidia-Aktie: Der Aktienmarkt übertreibt

Die Grafikkarte GTX 1080Ti des Tech-Unternehmens Nvidia
Foto: Nana Dua via Pexels

Die Aktie des US-Chipentwicklers Nvidia (WKN: 918422) stieg seit Jahresbeginn um satte 121 % (Stand aller Angaben: 18.05.23)! Damit hat sie fast wieder ihr Allzeithoch von Ende 2021 erreicht. Mit einer Marktkapitalisierung von 783 Mrd. US-Dollar ist das Unternehmen nun die Nummer sechs der wertvollsten börsennotierten Unternehmen und liegt noch vor Unternehmen wie Berkshire Hathaway oder Tesla. Wir schauen auf mögliche Gründe für den steilen Kursanstieg und darauf, warum ich die Nvidia-Aktie nun zu hoch bewertet finde.

Mögliche Gründe für den Kursanstieg

Nvidia profitiert eindeutig vom Hype um künstliche Intelligenz. Anwendungen wie ChatGPT oder Google Bard sind auf unzählige schnelle Mikroprozessoren angewiesen. Nvidia scheint mit dem ungefähr 10.000 US-Dollar teuren Nvidia A100 und weiteren Hochleistungschips führend zu sein. Darüber hinaus hat Nvidia Plattformen für generative KI-Anwendungen herausgebracht und arbeitet mit Unternehmen wie Adobe, ASML und Microsoft im Bereich künstlicher Intelligenz zusammen.

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Nvidia wird als indirekter Profiteur des KI-Booms wahrgenommen. Zudem fielen die Mitte Februar verkündeten Quartalszahlen sowie der Ausblick auf das aktuelle Quartal (dieses wird am 24.05. berichtet) besser als von Analysten erwartet aus. Besonders das Gaming-Geschäft, das bis letztes Jahr das größte Segment des Konzerns war, entwickelte sich mit einem Umsatzminus von „nur“ 16 % gegenüber dem vorherigen Quartal und vielversprechenden neuen Produkten besser als erwartet. Insgesamt sanken Umsätze und Gewinne jedoch deutlich gegenüber dem Vorjahresquartal. Nach dem Boom der Vorjahre merkt Nvidia nun ein Abkühlen der zyklischen Halbleiterindustrie.

Bewertung der Nvidia-Aktie

Wenn die Ergebnisse sinken und der Aktienkurs ansteigt, steigt auch die Bewertung. Im Mittel der letzten Jahre lag das KGV der Nvidia-Aktie ungefähr bei 50, das KUV bei 12. Die Bewertung war also gemessen an klassischen Maßstäben nie günstig. Dafür war das Wachstum auch entsprechend hoch – der Umsatz stieg in den letzten drei Geschäftsjahren im Durchschnitt um 35 % pro Jahr.

Nun notiert die Aktie jedoch zu einem KGV von 182 und einem KUV von 29 (jeweils gemessen am Ergebnis aus 2022). Diese extrem hohe Bewertung könnte jedoch gerechtfertigt sein, wenn sich die langfristigen Aussichten nun – zum Beispiel durch explodierende Nachfrage aus dem Bereich künstliche Intelligenz – stark verbessert haben. Ist dem so?

Konkurrenz bei KI-Chips

Ich gehe davon aus, dass Nvidia mit seinen Hochleistungschips und neuen Softwareplattformen von einer steigenden Nachfrage aus dem Bereich künstlicher Intelligenz profitieren wird. Das Unternehmen ist der dominante Player, die Konkurrenz schläft jedoch nicht. Qualcomm bietet zum Beispiel bereits Halbleiterchips an, die denen von Nvidia in Teilen überlegen sind. Microsoft und Alphabet (Google) entwickeln selbst Chips für den KI-Bereich.

Ich sehe daher durch die KI-Entwicklungen der letzten Monate keine starke Verbesserung der langfristigen Aussichten. Nvidia scheint mir weiterhin sehr gut positioniert, um mit seinen oft führenden Chips in den Segmenten Rechenzentren, Gaming, professionelle Visualisierung und Automotive langfristig steigende Umsätze und Gewinne zu erzielen. Das Unternehmen ist für mich ein klarer Gewinner der anhaltenden Digitalisierung unserer Welt.

Mein Fazit zur Nvidia-Aktie

Nach dem Kursanstieg der letzten Monate ist mir die Aktie heute jedoch zu teuer. Mir scheint zu viel Optimismus aus dem KI-Hype eingepreist zu sein. Entsprechend würde ich heute keine Nvidia-Aktien mehr kaufen, halte meine Aktien aufgrund der langfristig intakten guten Aussichten dennoch.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Adobe System, Alphabet, ASML Holding, Microsoft und Nvidia. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Adobe System, Alphabet, ASML Holding,
Berkshire Hathaway, Microsoft, Nvidia und Tesla.



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