Toyota schafft den Durchbruch in der Elektromobilität

Ein Carsharing-Elektroauto tankt Strom an einer Ladesäule
Foto: andreas160578 via Pixabay

In Sachen Elektromobilität leistete Tesla Pionierarbeit und ist nach wie vor Marktführer in der Automobilindustrie. Um den Vorsprung von Tesla einzuholen, investieren alt eingesessene Automobilhersteller seit Jahren massiv in die Herstellung von E-Autos. Dabei gilt es natürlich möglichst sichere, optisch ansprechende und natürlich funktionsfähige Modelle auf den Markt zu bringen. Bei letzterem Aspekt steht insbesondere die Batterieleistung im Mittelpunkt. Denn eine hohe Reichweite und eine schnelle Ladezeit sind wichtige Punkte bei der Entscheidung, ob und für welches E-Auto man sich entscheidet.

Der nach Umsatz gemessene, zweitgrößte Autohersteller der Welt, Toyota (WKN: 853510) verkündete nun einen neuen Durchbruch bei der Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge. Als langfristig orientierter Investor interessiert mich natürlich, ob hier eine Chance lauert, um von der wachsenden E-Auto-Industrie zu profitieren. Immerhin könnte man mittels der Toyota-Aktie an einem möglichen technologischen Siegeszug partizipieren.

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Sehen wir uns also an, worin der Durchbruch von Toyota in Sachen Batterietechnologie genau besteht. Anschließend wägen wir ab, ob eine Investition in die Toyota-Aktie zum gegenwärtigen Zeitpunkt attraktiv sein könnte.

Batterien-Durchbruch bei Toyota: Weiter, schneller, günstiger

Der gemeldete Durchbruch betrifft den Prozess der Herstellung von Festkörperbatterien für Elektrofahrzeuge. Im Moment greifen die meisten Autohersteller auf Batterien zurück, die auf Flüssigkeit basieren. Diese sind jedoch teuer und erhöhen folgerichtig den Preis für ein Elektroauto. In den USA kostet ein E-Auto im Durchschnitt 64.000 US-Dollar und ist somit für die Masse der Bevölkerung unerschwinglich.

Mit diesem Durchbruch bei den Festkörperbatterien könnte Toyota nach eigenen Angaben die Reichweite seiner Elektrofahrzeuge auf rund 1.200 Kilometer erhöhen. Dies entspricht einer vollständigen Ladung der Batterie. Die Ladezeit würde sich auf unter 10 Minuten reduzieren und wäre somit überdurchschnittlich schnell. Neben deutlichen Vorteilen in der Leistung, sind Festkörperbatterien deutlich sicherer als Flüssigbatterien. Letztere neigen dazu bei unsachgemäßen Einbau Feuer zu fangen.

Toyota bietet überwiegend Autors für die Masse an. Durch die Verwendung von Festkörperbatterien könnte der Hersteller aus Japan das Preisgefilde für Elektroautos deutlich senken und sich eine solide Marktstellung im Bereich der Elektroautos erarbeiten.

Durchbruch ja, aber langsam

Mit einer Reichweite von 1.200 Kilometern und einer Ladezeit von unter 10 Minuten wäre ein Elektrofahrzeug gegenüber einem Verbrennermodell deutlich konkurrenzfähiger als es heute bei den meisten Elektroautos der Fall ist. Würde der durchschnittliche Preis dann noch auf ein erschwingliches Niveau sinken, wäre der Weg für den Vormarsch der Elektromobilität grundsätzlich geebnet. Zumindest wenn man Themen wie eine stabile Energieversorgung, ein breites Netzwerk von Ladesäulen und die Entwicklung des Strompreises außen vor lässt.

Obwohl sich der Durchbruch von Toyota bei den Festkörperbatterien großartig anhört, bleibt es zunächst noch eine Fantasie. Das Unternehmen gab bekannt, dass sie frühestens im Jahr 2027 mit dem Einsatz dieser neuen Batterien rechnet. Bis dahin wird auch Toyota weiterhin auf die bisherige Technologie der flüssigkeitsbasierten Batterien setzen.

Toyota: Ein spannendes Unternehmen

Höchstwahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, dass die Toyota-Aktie trotz dieser durchaus spannenden Ankündigung nicht abhob. Der Markt denkt überwiegend in kurzen Schritten und erwartet vermutlich bis zum Einsatz der neuen Batterien 2027 noch einen Haufen an Entwicklungskosten.

Als langfristig denkender Investor kann man allerdings theoretisch von diesem Szenario profitieren. Immerhin könnte man die Toyota-Aktie nun recht erschwinglich kaufen und in einigen Jahren bei einem möglichen Elektroauto-Boom eine attraktive Rendite erzielen. Bis dahin kann jedoch viel passieren. Die Konkurrenz um Tesla schläft nicht und könnte bis 2027 eine ähnliche, wenn nicht sogar bessere Lösung präsentieren. Toyota ist also nur eine potenzielle Möglichkeit, um vom Trend hin zur Elektromobilität zu profitieren.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Tesla.



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