Sartorius: Desaströse Quartalszahlen werden gekauft! Ist das der Wendepunkt?

Ein Forscher blickt in ein Mikroskop
Foto: Chokniti Khongchum via Pexels

Im Rahmen der Zahlen zum 1. Halbjahr 2023 schien es, als würde sich die Durststrecke der Aktionäre von Sartorius (WKN: 716563) nochmals deutlich verlängern und intensivieren. So wurden die Erwartungen des Marktes einmal mehr deutlich verfehlt, obwohl der deutsche Laborausstatter bereits vor Wochen für einen Schock an den Märkten sorgte als die Prognose deutlich reduziert wurde.

Daher sollte es nicht verwunderlich sein, dass die Aktie in einer ersten Marktreaktion deutlich abgestraft wurde. Nichtsdestotrotz wurde der Börsentag mit einem Kursgewinn von über 7,7 % beendet. Wie passt das zusammen?

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Aussicht auf den Wendepunkt?

Zugegeben, zunächst deutet nichts auf diese These hin. Denn während die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,4 % auf 1,74 Mrd. Euro sanken, war auch der Unternehmensgewinn deutlich rückläufig.

So hat sich der Gewinn je Aktie von 4,88 Euro im letzten Halbjahr auf 2,95 Euro im laufenden Halbjahr um mehr als 39,5 % reduziert. Als wären diese Zahlen nicht schlimm genug, hat sich auch der Auftragseingang um 32,7 % reduziert.

Basierend auf diesen Zahlen gibt es wohl keinen Grund, an eine Investition in die Aktie von Sartorius zu denken. Nicht ganz! Denn während die Halbjahreszahlen eine Sicht in die Vergangenheit offerieren, wird an der Börse die Zukunft gehandelt. Und genau hier liegt die Chance!

Aussagen des Managements beflügeln

Denn wie das Management von Sartorius während der Analystenkonferenz verlautbaren ließ, scheint die Schwäche im Auftragseingang des Labormittelausstatters einen Boden gefunden zu haben.

Daher behält die Unternehmensführung die Jahresziele für 2023 sowie die ambitionierten Wachstumsziele bis zum Jahr 2025 bei. Das Management beruft sich bei dieser Einschätzung auf die These, dass viele Pharma- und Biotechnologieunternehmen ihre hohen Lagerbestände durch die Corona-Pandemie 2020-2022 im laufenden Jahr abgebaut haben und nun wieder Normalität in die Branche einkehrt.

Probleme bleiben!

Wenngleich die Aussagen des Managements vertrauensbildend und nachvollziehbar erscheinen, sollten Aktionäre nicht vergessen, dass das Unternehmen weiterhin vor schweren Problemen steht.

Denn während der Laborausstatter mit sinkenden Auftragseingängen zu kämpfen hat, investiert das Management als gäbe es kein Morgen. So erwarb Sartorius den französischer Anbieter innovativer Upstream-Technologien für Zell- und Gentherapien Polyplus für 2,4 Mrd. Euro. Die Bewertung entspricht in etwa den 30-fachen Umsatzerlösen des kleinen Unternehmens.

Des Weiteren plant das Management eine Investition in Höhe von 600 Mio. Euro in steigende Produktionskapazitäten in Südkorea. In einer Zeit, in der die Auftragseingänge um annähernd 33 % einbrechen.

Ausblick

Daher sollten Aktionäre den Kursprung zum Wochenschluss nicht überbewerten. Keine Frage, sollte sich die Einschätzung des Managements bewahrheiten, würde sich das Problem einer sinkender Geschäftsdynamik zumindest teilweise entschärfen.

Dass der Aktienmarkt den Aussagen des Sartorius-Managments Glauben schenkt, erkennt man zumindest auch an den Reaktionen innerhalb der Peer-Group. So konnten auch Unternehmen wie Thermo Fisher und Danaher dynamische Kursgewinne verbuchen.

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Michael besitzt Aktien von Sartorius, Thermo Fisher und Danaher. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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