Luftfahrtindustrie im Überflug: 2 Top-Aktien von deutschen Flugzeugherstellern und Zulieferern

Das Bild zeigt ein Terminal am Flughafen an dem gerade ein Flugzeug der Lufthansa entladen wird.
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Die Luftfahrtindustrie hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen, die auf verschiedene Einflüsse zurückzuführen ist. So spielen das Wirtschaftswachstum, die Globalisierung, der technologische Fortschritt und der steigende Bedarf an effizienten Transportmöglichkeiten eine wichtige Rolle für das Wachstum der Luftfahrtindustrie.

Gleichzeitig spielen Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Tourismus, Infrastrukturausbau und auch die Entwicklung der Treibstoffpreise eine entscheidende Rolle für die Gestaltung und Entwicklung dieser dynamischen Branche.

Auch deutsche Unternehmen nehmen in diesem Sektor eine wichtige Rolle ein. Zwei herausragende Akteure, die Anlegern vielversprechende Chancen bieten könnten, sind die Deutsche Lufthansa (WKN: 823212) und MTU Aero Engines (WKN: A0D9PT).

Deutsche Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa ist das Flaggschiff der deutschen Luftfahrt. Sie blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und ist heute eine der führenden Fluggesellschaften der Welt mit einem klaren Schwerpunkt in Europa. 

Die COVID-19-Pandemie hat die Luftfahrtindustrie zweifellos vor Herausforderungen gestellt, aber die Deutsche Lufthansa hat sich dank ihrer Größe, eines soliden Sanierungsplans und konsequenter Kostenoptimierung als widerstandsfähig erwiesen.

Auch im sich konsolidierenden Luftfahrtmarkt gilt sie längst als klarer Gewinner. Der Einstieg bei der italienischen Alitalia hat einmal mehr bestätigt, dass die Kranich-Airline hier als aktiver Konsolidierer ganz vorne mitspielen will.

Und tatsächlich sorgen der Rekordsommer im Luftverkehr und die anhaltend gute Nachfrage nach Flugreisen derzeit für kräftigen Rückenwind. Der Umsatz konnte im dritten Quartal 2023 um 8 % auf 10,3 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Luftfrachtgeschäft hat sich derweil im dritten Quartal weiter normalisiert, wobei hier die gesamtwirtschaftliche Schwäche das Geschäft deutlich belastet.

Dennoch sind die Aussichten für 2024 gut: Das Management rechnet mit einem Anstieg der Kapazität auf rund 95 % des Vorkrisenniveaus. Die bereinigte EBIT-Marge soll mindestens 8 % erreichen.

MTU Aero Engines

Ein weiteres Schlüsselunternehmen der deutschen Luftfahrtindustrie ist die MTU Aero Engines, ein renommierter Hersteller von Flugzeugtriebwerken und einer der weltweit führenden Anbieter in diesem Bereich. 

Die steigende Nachfrage nach effizienten und umweltfreundlichen Flugzeugtriebwerken spielt der MTU in die Hände. Ebenso die Tatsache, dass die MTU ein Zulieferer der beiden großen Flugzeughersteller Airbus (WKN: 938914) und Boeing (WKN: 850471) ist. Man ist also quasi ein Schaufelverkäufer.

Zuletzt gab es allerdings einen Rückschlag durch Probleme mit Triebwerken des US-Partners Pratt & Whitney, die zu Rückrufen führten. MTU sieht sich mit milliardenschweren Forderungen konfrontiert und hat Rückstellungen gebildet, die das Ergebnis belasteten. Der Aktienkurs reagierte prompt, konnte sich aber in den letzten Wochen wieder erholen.

Trotz dieser Herausforderung hat sich das Kerngeschäft zuletzt stabil bis stark entwickelt. Der bereinigte Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 21 %, das bereinigte Nettoergebnis um 37 % auf 438 Mio. Euro.

Einziger Wermutstropfen bleibt wohl der Auftragsbestand, der um ein Prozent zurückging. Mit über 22 Mrd. Euro kann das Auftragspolster aber als solide bezeichnet werden.

Fazit

Anleger, die in den Luftfahrtsektor investieren wollen, werden früher oder später auf die Aktien von Lufthansa und MTU stoßen. Sie bieten gewisse Kaufargumente, bergen aber auch spezifische Risiken. 

Potenzielle Anleger sollten daher die aktuelle Marktsituation und die Aussichten der Unternehmen genau analysieren. Aber: Die Aussicht auf eine Fortsetzung des Booms im Luftverkehrssektor in den kommenden Jahren könnte diesen Aktien zusätzlichen Auftrieb verleihen und sie für langfristig orientierte Anleger interessant machen. Wichtig ist, nur im richtigen Zyklus zu investieren.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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