Achtung, herbe Dividendenkürzungen voraus: Diese 2 Aktien verlieren schon bald ihren Aristokraten-Status!

Eine Frau formt mit ihrem Mund ein O und reißt die Augen auf
Foto: Andrea Piacquadio via Pexels

In vielen unserer Artikel geht es ja um Aktien, die eine solide Dividende abwerfen. Und tatsächlich kann man sich über die relativ konstanten Dividendeneinnahmen kinderleicht ein ansehnliches passives Zusatzeinkommen generieren.

Sehr unschön ist dann allerdings, wenn sich Aktien im Einkommensdepot befinden, die ihre Gewinnausschüttungen stark beschneiden.  Dass so etwas auch bei gestandenen Aristokraten passieren kann, haben uns kürzlich die diesbezüglichen Meldungen von 3M (WKN: 851745) und Leggett & Platt (WKN: 883524) gezeigt.

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Denn beide Unternehmen haben nämlich bekannt gegeben, dass sie massive Dividendensenkungen planen. Grund genug, hier einmal die Hintergründe zu beleuchten und über die Details zu berichten.

Eine 64-jährige Erfolgsserie geht zu Ende

Der bekannte US-amerikanische Mischkonzern 3M erfreut sich unter Dividendeninvestoren großer Beliebtheit. Schließlich ist die Ausschüttung bereits seit 64 Jahren in Folge angehoben worden. Doch nun könnte 3M seinen begehrten Status als Dividendenaristokrat eventuell bald verlieren.

Dies hat aber eigentlich gar nichts mit einer angekündigten Senkung der Gewinnbeteiligung zu tun. Vielmehr handelt es sich hier um eine Anpassung im Zusammenhang mit der Abspaltung der Gesundheitssparte Solventum (WKN: A407ZE).

Wobei die genaue Höhe der Dividende von 3M erst noch veröffentlicht wird. Bekannt ist aber, dass für ihre Zahlung 40 % des bereinigten Cashflows vorgesehen ist. Analysten spekulieren hier darüber, dass die jährliche Ausschüttung dadurch auf rund 2,85 US-Dollar je Aktie sinken könnte. Was einem Rückgang von etwas mehr als 50 % entspräche.

Indes konnte 3M aber ein gutes Quartalsergebnis abliefern. Und obwohl sich der bereinigte Umsatz mit 7,7 Mrd. US-Dollar auf dem Vorjahresniveau bewegte, konnten damit die Schätzungen der Experten um 40 % übertroffen werden.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) ist mit 2,39 US-Dollar allerdings um 21 % höher als im Vorjahresquartal ausgefallen. Auch hier konnte man die Analysten mehr als zufriedenstellen, die an dieser Stelle mit 28 US-Cent weniger gerechnet hatten.

Nach eigener Prognose sieht 3M für das Gesamtjahr ein EPS, welches sich auf 6,80 bis 7,30 US-Dollar belaufen soll. Was bedeutet, dass die 3M-Aktie auf ihrem derzeitigen Kursniveau von 97,15 US-Dollar (03.05.2024) nur mit einem niedrigen KGV von 13,8 gehandelt wird.

Hier sinkt die Dividende markant

Bei dem amerikanischen Hersteller technischer Komponenten und Produkte, Leggett & Platt, sieht die Situation für die nächste Dividendenzahlung noch etwas dramatischer aus. Nachdem das Unternehmen die letzten 52 Jahre mit einem kontinuierlichen Dividendenwachstum glänzen konnte, geht diese Ära jetzt mit einem regelrechten Paukenschlag zu Ende.

Die nächste Quartalsausschüttung wird im Juli mit 5 US-Cent nämlich um 89 % niedriger ausfallen als drei Monate zuvor, wo noch der Betrag von 46 US-Cent je Aktie zur Auszahlung kam. Was hat das Management von Leggett & Platt also zu diesem Schritt veranlasst?

Nun gut, das Unternehmen musste für das erste Quartal einen Umsatzrückgang von 10 % vermelden. Der Gewinn je Aktie ist aber mit einem Minus von 41 % im Vergleich zum Vorjahresquartal wesentlich stärker eingebrochen. Hintergrund ist hier wohl eine anhaltend schwache Nachfrage.

Leggett & Platt strebt daher eine kurzfristige Stärkung seiner Bilanz durch Schuldenabbau und einer Verbesserung der Finanzlage an. Weiterhin ist geplant, künftiges Wachstum durch Geschäftserweiterungen und Zukäufe zu generieren. Gleichzeitig will man die Aktionäre aber durch eine Kombination aus Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen belohnen.

Das Management legt also offensichtlich großen Wert auf die Dividende und hat die Kürzung daher keinesfalls auf die leichte Schulter genommen. Aber auch wenn Leggett & Platt durch diesen Schritt seinen Status als Aristokrat verliert, muss dies nicht zwangsläufig heißen, dass die Gewinnausschüttung auf diesem sehr niedrigen Niveau verharrt.

Immerhin soll sich das Ergebnis je Aktie in den nächsten zwei Jahren von für 2024 prognostizierten 1,06 US-Dollar auf dann 1,30 US-Dollar erhöhen. Zumindest, wenn es nach den Experten von MarketScreener geht.

Die Aktie von Leggett & Platt bewegt sich derzeit also nicht ganz unbegründet auf relativ schwachen Terrain und notiert mit 13,95 US-Dollar (03.05.2024) stolze 47 % tiefer als Anfang Januar. Und gegenüber ihrem letzten Allzeithoch hat sie damit sogar 76 % ihres Wertes eingebüßt.

Doch zumindest in meinen Augen sind die Papiere von Leggett & Platt deshalb trotzdem nicht unbedingt ein Kandidat, bei dem man auf einen nachhaltigen Turnaround spekulieren könnte. Dafür sieht mir die aktuelle Gemengelage eben einfach nicht gut genug aus.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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