Gewinnmarge größer 50 %! Diese 3 Unternehmen verdienen sich dumm und dämlich

Eine Geldzählmaschine zählt einen Stapel 50-Euro-Scheine
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Je nach Geschäftsmodell schaffen es Unternehmen unterschiedliche Gewinnmargen zu erzielen. Ein Handelsunternehmen wie Walmart ist mit einer Gewinnmarge von 2,5 % im letzten Geschäftsjahr schon gut bedient, während der Softwarekonzern SAP auf 11,5 % kommt. Die folgenden drei Unternehmen treiben es jedoch auf die Spitze. Sie schaffen es allesamt von einem Euro Umsatz mehr als 50 Cent Gewinn nach Steuern zu behalten (bezogen auf das jeweils letzte Geschäftsjahr). Das macht sie für uns Aktionäre definitiv interessant!

Evolution: Knapp 60 % Gewinnmarge mit Online-Glücksspielen

Die erste dieser Gewinnmaschinen ist eher unbekannt. Das schwedische Unternehmen Evolution (WKN: A2PK19) ist der weltweite Marktführer für Live-Casinospiele, die online übertragen werden. Es werden also Casinospiele wie Roulette und Poker in echten Studios mit echten Dealern durchgeführt und live auf über 600 Online-Glücksspiel-Webseiten übertragen. Die Betreiber dieser Webseiten – Unternehmen wie DraftKings, mrgreen oder betfair – sind die Kunden von Evolution. Diesen Kunden werden darüber hinaus Online-Spiele angeboten (15 % Umsatzanteil).

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Mit diesen schlanken Geschäftsmodell wurde im Jahr 2023 eine Gewinnmarge von satten 59,5 % erzielt. Darüber hinaus stieg der Gewinn in dem Jahr auch noch um 27 %. Im ersten Quartal 2024 kühlte sich das Wachstum ab, der Gewinn legte aber immerhin noch um 7 % zu. Gemessen an diesen starken Kennzahlen empfinde ich das KGV von 20 als eher günstig (Stand aller Angaben: 04.06.2024).

Auch das weitere Wachstumspotenzial scheint mir groß. Im Jahr 2023 wurden noch rund 80 % der Casinospiele „offline“ durchgeführt, wobei der Online-Markt mit einer Wachstumsrate von 20 % in den letzten Jahren aufholt. Mögliche regulatorische Risiken sowie ein für mich unklares Bild über die Wettbewerbssituation halten mich jedoch noch von einem Investment in Evolution ab.

VeriSign verfügt über ein legales Monopol mit Monopolmargen

Auch der US-Konzern VeriSign (WKN: 911090) dürften den meisten Anlegern weniger geläufig sein. Das Unternehmen betreibt ein legales Monopol, denn nur über VeriSign komme ich an eine Webseite, die auf .com oder .net endet. Für die Registrierung sowie den fehlerfreien Betrieb dieser Domains kassiert das Unternehmen Gebühren. Für jede neue Webseite gibt es zusätzliche Einnahmen, zusätzliche Kosten entstehen hingegen kaum.

Entsprechend hoch ist die Gewinnmarge. Im Geschäftsjahr 2023 betrug diese 54,8 %! Mit einer immer noch zunehmenden Bedeutung des Internet steigen Umsatz und Gewinn kontinuierlich. So legte der Gewinn in 2023 um 21 % zu. Im ersten Quartal 2024 um 8 %. Das KGV liegt bei moderaten 22.

Klingt zu gut, um wahr zu sein, oder? Ein Haken bei VeriSign ist, dass das Unternehmen die exklusiven Rechte an den mit .com und .net endenden Domains nicht selbst besitzt. Diese gehören der gemeinnützigen Organisation ICANN und werden von dieser jeweils für mehrere Jahre vergeben. Seit 2001 verwaltet VeriSign diese. Der letzte Vertrag wurde im Jahr 2023 geschlossen und gilt bis 2029. Dann könnte ICANN die Rechte aber theoretisch anderweitig vergeben, womit der Großteil des Geschäfts von VeriSign auf einmal wegbrechen würde. Risiken gibt es somit auch hier.

Finanzkoloss mit über 50 % Gewinnmarge: Visa

Den Kreditkartengiganten Visa (WKN: A0NC7B) kennt jeder. Der US-Konzern ist der größte Zahlungsabwickler der Welt – im Gesamtjahr 2023 hat Visa Zahlungen im Wert von über 13 Billionen US-Dollar abgewickelt (das ist eine Zahl mit 12 Nullen!). Einen kleinen Teil dieses Zahlungsvolumens behält das Unternehmen als Umsatz ein.

Jeder zusätzliche Euro, der über das Zahlungsnetzwerk von Visa gezahlt wird, führt somit zu zusätzlichen Einnahmen. Die dagegenstehenden Ausgaben steigen hingegen nicht oder nur marginal. Somit ist die Gewinnmarge über die Zeit schön angestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 lag diese bei 52,9 %.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Gewinnmarge in Zukunft weiter gesteigert werden könnte. Denn trotz der vermeintlichen Konkurrenz durch diverse Fintechs und neue Bezahlmethoden wächst das Geschäft von Visa unbeeindruckt weiter. Ende des letzten Quartals gab es 4,4 Mrd. aktive Visa-Karten (+5 %) – bricht man diese Zahl auf die Weltbevölkerung herunter, hat mehr als jeder zweite Erdenbürger eine Visa-Karte. Und mit diesen Karten wird immer mehr bezahlt – auch aufgrund des Trends zum bargeldlosen Bezahlen. Das KGV von 33 scheint mir daher fair.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Visa. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von SAP und Visa.



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