Novo Nordisk-Aktie: Der Wendepunkt könnte erreicht sein – 3 Gründe sprechen dafür!

Ein Glas mit gelben Medikamenten-Pillen liegt umgekippt auf weißem Untergrund
Foto: Pixabay via Pexels

Novo Nordisk (WKN: A3EU6F) hat seine Zahlen für das dritte Quartal nun präsentiert. Der dänische Pharma-, Diabetes- und Adipositas-Spezialist ist zuletzt aufgrund vieler Faktoren in Ungnade gefallen. Schwächeres Wachstum, der Handelskonflkt und sogar US-Präsident Trump höchstpersönlich, der Ozempic für 149 US-Dollar anbieten will, waren ein toxischer Cocktail.

Novo Nordisk trotzt den Unkenrufen

Mit den Zahlen beweist Novo Nordisk aber mal wieder eins: Dass der Konzern weiter wächst. Der Umsatz stieg um 12 % auf 229,9 Mrd. Dänische Kronen (DKK). Das Nettoergebnis hingegen um 4 % auf 75,5 Mrd. Dänische Kronen. Hier war das Wachstum vergleichsweise langsam, da der Konzernumbau und insbesondere Stellenabbau Kosten von 8 Mrd. Dänischer Kronen die Gewinne belastete. Ohne den Effekt hätte Novo Nordisk ein Ergebniswachstum von 14 % im Jahresvergleich erzielt.

Die Zahlen für die ersten neun Monate zeigen daher einmal mehr, wie solide das Wachstum eigentlich ist. Auch das operative Ergebnis in Höhe von 95,9 Mrd. DKK, beziehungsweise 103,9 Mrd. DKK, hätte zu einer Nettomarge von bereinigt über 45 % geführt. Novo Nordisk ist daher eigentlich ein Ausnahmekonzern, der in vielerlei Hinsicht einfach gerade etwas zu Kämpfen hat.

Die Bewertung der Novo Nordisk-Aktie

Je Novo Nordisk-Aktie liegt das Ergebnis bei 16,99 DKK, womit wir bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 14 landen dürften.

Das halten wir für diese defensive Qualität und das moderate Wachstum zu niedrig, zumal das Management für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 8 % bis 11 % und ein Ergebniswachstum zwischen 4 % und 7 % prognostiziert. Der Konzernumbau bleibt hier natürlich auch im gesamte Jahr eine Bremse.

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Benchmark

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Könnte der Trump-Deal am Ende positiv sein?

Aber was müssen wir noch von den Zahlen und dem aktuellen Newsflow mitnehmen? Einerseits: Dass US-Präsident offensichtlich ein großes Interesse hat, Ozempic für 149 US-Dollar über TrumpRx anzubieten. Das würde den Preis drücken. Aber: Offenbar nur in der Einstiegsdosierung in Höhe von 0,25 Milligramm, die von Patienten in der Regel eher für vier Wochen verwendet wird. Es geht auch hier daher eher um einen Prestige-Sieg. Nicht darum, wirklich die Preise für die US-Amerikaner zu drücken. Wobei zum Zeitpunkt der Erstellung noch kein Verhandlungsergebnis veröffentlicht worden ist.

Im Gegenzug kann Novo Nordisk vielleicht mit einer Kostenübernahme durch Medicare und Medicaid rechnen. Damit könnten bis zu 150 Mio. neue Patienten in den USA gewonnen werden. Die Menge würde dann das Wachstum bringen. Nicht nur der Preis. Der Deal mit Trump könnte daher durchaus vorteilhaft sein. Wir sollten uns nicht zu sehr auf die vermeintlich negative Seite konzentrieren.

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Unser Fazit zur Novo Nordisk-Aktie

In Summe gilt daher: Novo Nordisk wächst und wächst. Das Management verweist zudem auf die starke Produktpipeline, die neue Auskopplungen und Wachstumsmöglichkeiten bereit halte. Wir werten außerdem als positiv, dass Novo Nordisk unter der neuen Leitung einmal schnell tabula rasa macht und sich wohl in Kürze auf neues Wachstum konzentrieren kann. Wir freuen uns auf dieses Kapitel und sehen den Tiefpunkt als überschritten an. An unserer Empfehlung für die Novo Nordisk-Aktie halten wir selbstverständlich fest.

Novo Nordisk erzielt Wachstum im Kerngeschäft (Diabetes) und hat im Adipositas-Segment eine große Wachstumschance vor sich. Gelingt Wachstum in beiden Geschäftsbereichen, ist ein zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum auf Jahre hinweg wahrscheinlich.

Konkurrenz und auslaufende Patente sorgen für Wettbewerb und immer mal wieder für Margendruck. Allerdings kann Novo Nordisk dem mit einer guten Produkt-Pipeline entgegenwirken und stellt für auslaufende Produkte stets Alternativen bereit. Auch Eli Lilly hat zuletzt mit seinem vermeintlichen Wundermittel gepatzt.

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