Wo steht die Aktie von Mensch und Maschine in 5 Jahren?

Ein Mann und ein menschlicher Roboter sehen sich gegenseitig an
Bild: geralt via Pixabay

Die Aktie von Mensch und Maschine (WKN: 658080) notiert heute bei einem Aktienkurs von 38,25 Euro. Besonders die letzten Tage waren überaus volatil und wenig erfolgreich. So korrigierten die Anteilsscheine seit Jahresbeginn nämlich um 13 %. Damit hält ein seit Jahren andauernder, wenig erfolgreicher Zeitraum an.

In den letzten zwölf Monaten verlor die Aktie so beispielsweise rund 22 %. Wenn wir hingegen die vergangenen fünf Jahre betrachten, so liegt das Minus bei 33 %. Wer jedoch im Februar des Jahres 2016 investierte, der freut sich über eine Vervierfachung des Aktienkurses. Die Dividende käme in diesem Szenario noch on top.

Meiner Meinung nach besteht trotz der momentanen Unsicherheit eine echte Chance, dass Mensch und Maschine diese langfristige Aufwärtstendenz fortsetzt. Interessant ist in diesem Sinne und nach den wenig erfolgreichen vergangenen Jahren daher, wo die Aktie in fünf Jahren steht. Oder, stehen könnte. Denn eine magische Kristallkugel, die Aktienkurse vorhersagt, habe ich leider nicht.

Mensch und Maschine: Gewinn und freier Cashflow werden die Geschicke beeinflussen!

Bei Mensch und Maschine handelt es sich um einen profitablen Hersteller von Design- und Manufaktur-Software. Das bedeutet, dass der Gewinn je Aktie eine zentrale Kennzahl sein wird. Genauso wie der freie Cashflow, der für die Dividende von entscheidender Bedeutung ist. Sehen wir uns nun also die aktuellen Werte an.

Das Management von Mensch und Maschine hat bereits vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 ausgewiesen. So lag der Nettogewinn im vergangenen Geschäftsjahr bei 1,90 Euro je Aktie. Aus den vorläufigen Zahlen ergibt sich leider kein Einblick in den Cashflow. Im vergangenen Jahr 2024 lag der Wert jedoch bei 3,69 Euro je Aktie. In 2025 dürfte der Wert jedoch bedeutend niedriger ausfallen, da der Neunmonatswert mit 10,1 Mio. Euro (Vorjahr 45,8 Mio. Euro) definitiv geringer als das Nettoergebnis gewesen ist. Wir sehen bei Mensch und Maschine daher durchaus einen schwankenden Cashflow. Aber die Tendenz, dass der Wert des Öfteren auch über dem Nettogewinn liegt und das Geschäft mehr Mittelzuflüsse, als Ergebnisse abwirft.

Jetzt aber zu der Frage, wo das Nettoergebnis in fünf Jahren stehen kann. Das Management rund um Chairman und Gründer Adi Drotleff gibt hierzu eine sehr konkrete Prognose ab. Es soll in vier bis fünf Jahren zu einer Gewinnverdopplung kommen. Aus dem heutigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 würde in fünf Jahren also ein Wert von 10 werden. Wenn diese Prognose eintritt, so bin ich überzeugt: Die Aktie wäre definitiv zu preiswert.

Aktienwelt360 Aktienkompass

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Benchmark

+73,32%

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Eine wachsende Dividende und die Suche nach einem fairen Aktienkurs

Zusätzlich dürfte die Dividende von Mensch und Maschine mit einem solchen Wachstum weiter steigen. Im vergangenen Jahr schüttete das Management 1,85 Euro je Aktie aus. Daraus ergäbe sich eine Dividendenrendite in Höhe von 4,83 %. Mit der angekündigten Dividende von 2,00 Euro je Aktie dürfte die Dividendenrendite auf über 5 % steigen. Das Management von Mensch und Maschine möchte die Ausschüttungssumme im nächsten Jahr erneut um 25 bis 40 Eurocent erhöhen. Ein Indikator dafür, dass das Dividendenwachstum nicht aufhört.

Tatsächlich denke ich, dass sich mit dem Gewinnwachstum auch die Dividende von Mensch und Maschine verdoppeln kann. In fünf Jahren erwarte ich einen Wert von mindestens (konservativ und nicht einmal verdoppelt) 3,50 Euro je Aktie. Hieraus ergäbe sich eine Dividendenrendite in Höhe von 9,15 %, basierend auf dem aktuellen Aktienkurs.

Bleibt nun also die Frage, was ein fairer Aktienkurs bei Mensch und Maschine wäre. Ich denke, dass wir ab diesem Zeitpunkt eher konservativ mit einem Gewinnwachstum von 7 % pro Jahr rechnen sollten. Laut der Ben-Graham-Formel wäre dann jedoch ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 22,5 fair für die Aktie. Ausgehend von einem prognostizierten Ergebnis je Aktie von 3,80 Euro in fünf Jahren würde sich ein rechnerisches Kursziel von 85 Euro ergeben. Damit wäre reichlich Luft nach oben vorhanden.

Warum ist die Aktie von Mensch und Maschine so falsch bepreist?

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, warum die Aktie von Mensch und Maschine heute so absolut anders bepreist ist. Gute Frage. Einerseits liegt es meiner Meinung nach an dem Unternehmen und einer Umstellung selbst. Andererseits aber auch an der aktuellen Wirtschafts- und Konjunktursituation. Mensch und Maschine ist in der Bau- und Maschinenbaubranche stark verwurzelt. Es besteht die Sorge, dass sich die Konjunktur abschwächt und sich das Wachstum bei der Design- und Manufaktur-Software verlangsamt. Das Risiko bleibt bestehen, hier möchte ich auch nichts beschönigen. Die Prognose von Mensch und Maschine scheint mir auch eher optimistisch bis realistisch. Und nicht so pessimistisch wie der Markt.

Hinzu kommt, dass bei der Aktie von Mensch und Maschine eine Umstellung erfolgte. Bei den sogenannten Autodesk-Umsätzen hat das Management von Volllizenzverkäufen auf Provisionen umgestellt. Die Folge sind weniger Umsatz, dafür aber mehr Gewinn. Der Aktienmarkt preist die Aktie aber eher wie ein stagnierendes Unternehmen ein. Meiner Ansicht nach eine falsche Interpretation, zumal sich der Umsatz im Jahre 2026 bereits erholen und wieder wachsen soll.

Unterm Strich sehe ich aber eines bei der Frage, wo die Aktie von Mensch und Maschine in fünf Jahren steht: eine signifikante Unterbewertung und die Chance auf eine starke Dividende. Wer heute zugreift, sichert sich daher womöglich eine der attraktivsten Chancen im Software-Markt.

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Vincent besitzt Aktien von Mensch und Maschine. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Mensch und Maschine.



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