Realty Income: Vergessen wir die 673. monatliche Dividende – die Aktie will ihren Anteil am KI-Kuchen!

Realty Income (WKN: 899744) steht für die monatliche Dividende. Erst im Juli verkündete das Management mit einer Prise Stolz die 673. monatliche Dividende in Folge. Wobei die Investoren eine beständige und leicht wachsende Ausschüttung bereits erwarten. Mit derzeit knapp unter 5 % Dividendenrendite bleibt die Aktie nicht uninteressant. Wobei sie in der Vergangenheit günstiger war.
Ein wenig abwegig erscheint es, wenn wir Realty Income mit Künstlicher Intelligenz (KI) in Verbindung bringen möchten. Exakt das macht das Management jetzt aber. Man investiert in diesen neuen Geschäftsbereich. Ob sich das im Wachstum oder Dividendenwachstum niederschlägt? Spannende Fragen. Prüfen wir zunächst erst einmal die Ausgangslage.
Realty Income: Die Pläne rund um KI
Wie das Management von Realty Income jetzt verkündete, investiere man in ein gemeinsames Joint Venture mit Cloud Capital. Das Volumen wird auf 1,4 Mrd. US-Dollar beziffert. Wobei bereits bis zu 700 Mio. US-Dollar im dritten Quartal des laufenden Börsenjahres 2026 fließen dürften. Es scheint, als würde man die Investitionen nun beschleunigt angehen. Der Real Estate Investment Trust und Zahler einer monatlichen Dividende hält zukünftig 45 % am Eigenkapital. Damit geht man sogar eine Minderheitsbeteiligung ein.
Der Fokus liegt bei dem Joint Venture auf Datenzentren. Ein erstes Data Center, das sich im Portfolio des Joint Ventures befinden soll, sei bereits fertiggestellt. Zwei weitere würden sich demnach im Bau befinden und seien in Kürze fertig. Bemerkenswert: Alle drei Rechenzentren seien schon jetzt voll vermietet, beziehungsweise vorvermietet. Auch hier seien Triple-Net-Lease-Verträge geplant, die die Kosten für Instandhaltung und Nebenkosten an die Mieter weitergeben. Vertragliche Laufzeiten von 15 bis 20 Jahren sorgen wiederum für zuverlässige Mietverträge. Zudem beinhalten die Verträge eine Klausel, wonach sich die Mieterlöse einmal pro Jahr erhöhen.
Brisant wird es, wenn wir uns den folgenden Satz ansehen: Das erste Rechenzentrum sei voll an einen Hyperscaler-Kunden vermietet. Das bedeutet, dass eines der großen Unternehmen, womöglich sogar ein MAG-7-Unternehmen, die gegenwärtig massiv in KI-Infrastruktur investieren, zukünftig zum Mieterkreis von Realty Income gehört. Wow. Das sind spannende Neuigkeiten!
Ein spannender, strategischer Shift
Die 1,4 Mrd. US-Dollar mögen auf den ersten Blick überschaubar wirken. Realty Income betreibt ein Portfolio mit einem Wert von 65 bis 80 Mrd. US-Dollar an Wert. Je nachdem, ob wir Abschreibungen oder die Anschaffungskosten berücksichtigen, entstehen verschiedene Werte. Die 1,4 Mrd. US-Dollar in KI-Infrastruktur würden demnach einen Anteil von maximal 2 % des gesamten Portfolios ausmachen. Wie gesagt: Es ist noch eher wenig mit Blick auf den gesamten Bestand.
Möglicherweise hat Realty Income aber einen spannenden Wachstumsmarkt gefunden. Gerade Hyperscaler investieren aktuell massiv in den Ausbau ihrer Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Konzerne wie Microsoft, Meta Platforms und Alphabet (und weitere) geben in diesem Jahr über 700 Mrd. US-Dollar bei ihren Investitionen aus. Wenn Realty Income seine Karten richtig ausspielt und je nach Bedarf der Hyperscaler, könnte sich der REIT als strategischer Partner positionieren.
Groß genug ist Realty Income. Man stemmt hier schließlich erneut eine Investition über 1,4 Mrd. US-Dollar. Das können wenige REITs aus dem Stegreif. Wenn über das Joint Venture weitere Investitionen und Rechenzentren dazukämen, könnte das ein lukrativer Wachstumsmarkt für Realty Income sein.
Realty Income: Mit Wachstum zu höheren Dividenden!
Wichtig wäre aber vor allem eins: dass Realty Income Wachstum erzielt. Dort dürfte die jüngste Investition in das KI-Joint-Venture einen Beitrag leisten. In den vergangenen Jahren lag das Dividendenwachstum des REITs oft bei 1 % oder niedriger. Ausnahmen bildeten Erhöhungen von 2,3 % oder auch mal 4 %. Einkommensinvestoren warten seit geraumer Zeit darauf, dass sich das Wachstum beschleunigt.
Vielleicht passiert exakt das jetzt mit KI-Rechenzentren. Beobachten wir also, wie Realty Income seine Karten ausspielt. Für die Dividende sind das jedenfalls mittelfristig erst einmal gute Aussichten. Aber vielleicht auch für den Aktienkurs. Je nachdem, wie viele Rechenzentren möglich sind, wie sich die Strategie der Hyperschaler entwickelt und welche Investitionen das Management der Monthly Dividend Company abseits der Künstlichen Intelligenz auch sieht.
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Vincent besitzt Aktien von Alphabet, Meta Platforms und Realty Income. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet, Meta Platforms, Microsoft und Realty Income.