Die Dividende ist wichtig: 3 Dinge solltest du nicht für sie „opfern“

Eine Person hält Münzen verschiedener Währungen in einer Hand
Foto: cottonbro studio via Pexels

Die Dividende ist wichtig oder kann auch für dich und dein Depot entscheidend sein. Nicht nur, dass spannende Studien wie die wohl bekannteste von Ned Davis Research gezeigt haben, dass Dividendenaktien gegenüber Nichtausschüttern im Durchschnitt eine deutliche Outperformance hingelegt haben. So mancher Investor benötigt auch einfach ein passives Einkommen.

So wichtig eine Dividende für manchen auch ist: Sie sollte niemals der alles dominierende Faktor sein. Als Investor sollte man jedenfalls die folgenden drei Dinge nicht für sie opfern.

Die Dividende ist wichtig? Opfere niemals eine intakte Investitionsthese

So wichtig eine Dividende auch sein mag: Kein Investor sollte sich von ihr blenden lassen. Damit meine ich weder von einem möglichen High-Yield-Charakter noch von einer Ausschüttungshistorie, die möglicherweise suggeriert, alles ist bestens. Gerade bei so manchen Aktien mit hoher Dividendenrendite kann die Kombination vor allem gefährlich sein.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Als Investoren müssen wir überprüfen, ob das Unternehmen, in das wir investieren, noch intakt ist. Existieren mögliche Wettbewerbsvorteile wie eine starke Marke oder technologischer Fortschritt. Sind Wettbewerber nicht dabei, zu erstarken. Und ist auch das Produkt gefragt und besitzt eine starke Zukunft? All solche Dinge sind entscheidend, neben der bilanziellen Stärke und anderen möglichen unternehmensorientierten Faktoren.

Eine Dividende ist letztlich nur so stark wie das Unternehmen, das sie liefert. Für eine kurzfristige High-Yield-Ausschüttung sollten wir keinen Kompromiss eingehen, der nur bedingt gute unternehmerische Qualität liefert. Das zu beherzigen ist eines der wichtigsten Merkmale, um als Investor erfolgreich zu sein und es langfristig zu bleiben.

Gegebenenfalls: Bessere Alternativen

Natürlich kann die Dividende ein Zünglein an der Waage sein, wenn es um die Auswahl zweier gleich geeigneter Alternativen geht. Wir sollten aber eine starke Ausschüttung keinesfalls als Investitionsthese priorisieren, um eine bessere Alternative fallen zu lassen. Die gegebenenfalls nur eine niedrigere Auszahlung oder gar keine Kapitalrückführungen mitbringt.

Dieser Aspekt geht eigentlich in eine ähnliche Richtung wie unser erster Gliederungspunkt. Aber er zeigt zudem noch sehr deutlich, dass wir uns nicht auf eine Aktie versteifen sollten. Nein, sondern als Investoren besteht unsere Aufgabe außerdem darin, dass wir die besten Investitionsentscheidungen treffen. Vergessen wir nicht, dass mit jeder Entscheidung auch Opportunitätskosten verbunden sind.

Eine Dividende sollte nie derart stark gewichtet sein, dass wir ein besseres Unternehmen für sie ausklammern. Das ist ein wichtiger, entscheidender Faktor. Zumal die Ausschüttungen selbst gar keinen unternehmensspezifischen Charakter haben. Sie sind letztlich lediglich eine Entscheidung des Managements.

Hohe Dividende für Dividendenwachstum

Zu guter Letzt sollten wir außerdem eine hohe Dividende nicht zwangsläufig favorisieren. Wie gesagt: Es kann Lebensumstände geben, die regelmäßige Ausschüttungen erforderlich machen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein High-Yield-Ansatz dann in jedem Fall die besten Resultate liefert.

Dividendenwachstum ist mindestens eine Alternative, die wir beherzigen sollten. Wenn ein Unternehmen solide Ergebnis- und Free-Cashflow-Wachstumsraten erzielt, so kann das nicht nur langfristig zu einer wachsenden Dividende führen. Häufig sind mit den sich verbessernden, fundamentalen Kennzahlen auch höhere Aktienkurse verbunden. Steigende Ergebnisse führen schließlich dazu, dass die fundamentale Bewertung immer wieder preiswerter aussieht. Nicht umsonst bieten Dividendenwachstumsaktien schließlich in wirklich guten Fällen attraktive Gesamtrenditen.

Aber wir sollten auch andere Aspekte beleuchten. Neben einer Dividende kann es zum Beispiel möglich sein, dass Aktienrückkäufe eine sinnvollere Alternative sind. Durch diese Form der Kapitalrückführung kann ein Management die Anzahl ausstehender Aktien langfristig bedeutend verringern und für Mehrwert für die Investoren sorgen.

Wer mit offenen Augen selbst die Kapitalrückführungen kritisch beleuchtet, der wird sehen: Eine hohe Dividende kann eine gute Option sein. Aber es existieren grundsätzlich weitere Wege und Varianten, die möglicherweise attraktiver erscheinen.

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