10.000 Euro Dividende pro Jahr: Die richtigen Fragen

Eine Person hält aufgefächerte 500-Euro-Scheine
Foto: cottonbro studio via Pexels

10.000 Euro Dividende pro Jahr sind möglich. Eigentlich ist es lediglich eine Frage, wie viel Geld man bereit zu investieren ist. Wer beispielsweise eine durchschnittliche Dividendenrendite von 4 % pro Jahr erhält, der müsste 250.000 Euro in Aktien investieren. Die sich anschließende Frage ist entsprechend, wie viel Geld man jedes Jahr oder jeden Monat zu welcher Rendite investieren müsste, um das zu erreichen.

Die Möglichkeit, ein solches Vermögen zu erreichen, ist jedenfalls gegeben. Es gibt für mich jedoch einen Unterschied, ob man mal hier und da ein paar Euro Dividende von einigen Aktien einstreicht. Oder, ob man an einen Teil seines Lebensunterhalts mithilfe von Ausschüttungen bestreiten will. Ja, sogar einen wesentlichen Anteil seines Vermögens in verschiedene Aktien investiert hat. Insofern wollen wir uns heute einmal überlegen: Was sind überhaupt die richtigen Fragen mit einem solchen ambitionierten Ziel?

10.000 Euro Dividende: Welche Aktien sollen sie mir ermöglichen?

Die erste und wirklich wesentliche Frage ist für mich: Wenn ich 10.000 Euro Dividende erhalten möchte, welche Aktien sollen sie mir ermöglichen? Ohne jeden Zweifel besitzt diese Fragestellung eine besondere Relevanz. Wir werden schließlich kaum mit kleineren Investitionen ein solches Ergebnis erzielen. Wer beispielsweise lediglich 1.000 bis 1.500 Euro pro Position investieren möchte, der müsste schließlich 167 bis 250 Positionen aufbauen. Das ist doch eher unrealistisch.

In der Regel wird man in der Breite kaum die Qualität für ein so breites Portfolio finden. Das bedeutet: Als Investor müssen wir uns überlegen, in welche Dividendenaktien wir solch ein Vertrauen haben, dass wir auch höhere Investitionen wagen können. Versteh’ mich nicht falsch, kaum ein Investor wird 250.000 Euro in lediglich eine, zwei, drei oder vier Aktien investiert haben. Aber es ist nicht selten, dass sich größere Beträge auch auf zwei bis drei Handvoll größerer Aktienpositionen verteilen.

Eine große Frage lautet für mich daher: In welches Unternehmen und in welche Aktie habe ich derart Vertrauen, dass ich einen größeren Anteil meiner üppigen Dividende davon erhalten möchte. In diese Aktien können wir wiederum sukzessive konsequent weiter investieren. Zumindest zu jeder Zeit, bei der die Bewertung unserer Ansicht nach attraktiv ist.

Welche Katalysatoren kann ich verwenden?

10.000 Euro Dividende oder einen ähnlichen Betrag werden wir selten direkt erreichen. Es wäre außerdem falsch davon auszugehen, dass wir im Laufe der Zeit und unserer Investitionen keine Hilfe in Form einer Rendite erhalten. Falls dem so ist, sollte man dringend seinen Ansatz überprüfen. Insofern können wir uns durchaus auch fragen: Welche Katalysatoren können wir für das Erreichen unserer Ziele nutzen?

Ein erster Katalysator wäre beispielsweise die allgemeine Rendite des Aktienmarktes. Selbst mit einem ETF können wir voraussichtlich zwischen 7 % und 9 % pro Jahr an Rendite einstreichen. Zwar dürfte die Dividende bei einem kostengünstigen Indexfonds eher gering sein, wir können ab dem Zeitpunkt des Erreichens unserer Ziele aber in attraktive Dividendenaktien umschichten.

Des Weiteren ist es möglich, dass wir konsequent mehr Dividende durch Dividendenerhöhungen erreichen. Das Investieren in Dividendenwachstumsaktien scheint daher naheliegend. Auch das Reinvestieren der Dividende ist neben zusätzlichen Investitionen eine Option, sein passives Einkommen sukzessive zu erhöhen.

Es ist überaus wichtig, dass wir bei solch ambitionierten Zielen wie den beispielhaften 10.000 Euro Dividende die Katalysatoren nutzen, die sich uns bieten. Ansonsten müsste man selbst über einen Zeitraum von 30 Jahren jeweils fast 700 Euro pro Monat investieren, um ein Vermögen von 250.000 Euro zu erreichen. Das uns wiederum bei 4 % Dividendenrendite die besagten 10.000 Euro Dividende auszahlen kann.

10.000 Euro Dividende: Stellst du dir die richtigen Fragen?

Solche zwei Fragen sind für mich daher relevant, wenn man als Investor einen Weg finden möchte, wie man 10.000 Euro Dividende einstreicht. Bereits beim Ansatz sollten wir die Weichen für den Vermögensaufbau und ein wachsendes, passives Einkommen stellen. Sowie in die Qualität investieren, bei der wir auch größere Positionen wagen wollen.

Das umfasst selbstverständlich auch, dass wir unternehmensorientiert und mit einem qualitativen Ansatz in Dividendenaktien investieren müssen. Beziehungsweise: Dass wir eben nicht nur auf eine hohe Dividendenrendite schauen sollten.

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